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Bau

Rekonstruktion in die Vergangenheit

Die Siersburg steht auf einem etwa 130 m x 80 m großen Plateau des Siersberges in einer Höhe von ca. 300 m. Abbildungen der Burg aus alter Zeit liegen nicht vor. Bekannt ist lediglich eine Skizze des Grundrisses, die den inneren Aufbau der Burg zeigt. Die Ruine in ihrer heutigen Gestalt ist das Ergebnis von Ausgrabungs- und Rekonstruktionsarbeiten.

 

 

Grundriss der Siersburg

 

 

Grundriss der Siersburg, Skizze J. Hilt 

 

Der östliche Teil der Burg (herzogliches Schloss) war vom Rest der Burg durch ein Mauer- und Grabensystem getrennt, dessen Überreste heute noch den der Quermulde auf dem Plateau erkennbar sind. In diesem Teil befanden sich der heute noch erhaltene Turm. die Burgkapelle, die Amtsgebäude, die Wohnung der Amtleute (herzogliches Haus) und die Wirtschaftsgebäude. 

 

Der älteste Teil der Burg war vermutlich ein von einer Mauer umschlossener Wehrturm (Bergfried), der wahrscheinlich im Nordosten im Bereich des heute noch erhaltenen Turmes stand. Teile der Ost-, Süd- und Westmauer deuten in ursprüngliche Größe der Burganlage an.

 

Im mittleren Teil des 13,5 m hohen Turmes ist ein Fenster mit gotischem Spitzbogen. Dies war vermutlich der Zugang von der Burg zum Turm, der in dieser Höhe besser zu schützen war. 

 

Von den urspünglich neun oder zehn Burghäusern, in denen die "Burgmannen" lebten, blieben nur zwei übrig. Das "Chateau St. Maurice", benannt nach der Familie de Maurice, die im 18. Jahrhundert eines der beiden noch vorhandenen Burghäuser erwarb, und das "Chateau Ste. Marie" im Westen der Burganlage, benannt nach der Familie le Dent de Ste. Marie, die ihren Sitz im Itzbacher Schloss hatte unddie im ebenfalls im 18. Jh. in den Besitz des anderen Burghauses gelangte.
Das Kreuzdenkmal mit Pieta auf dem Burgplateau von 1895 erinnert an die Familie de Maurice.

 

Pieta der Familie de Maurice

Ein Historiengemälde über die Heimkehr der Herren von Siersberg von der Belehnungsfeier in Trier im Jahre 1333, gemalt um 1906 von O. Günther, zeigt die Vorstellung des Künstlers vom Aussehen der Burganlage.

 

DieHeimkehr der Ritter zu Siersberg


Neuere Forschungen des Historikers Johannes Naumann in den Archiven Nancy und Metz haben neue Erkenntnisse zur Baugeschichte der Siersburg gebracht. Auch zur Rechts- und Sozialgeschichte der Siersburg bzw. des ehemals lothringischen Amtes Siersburg sind in diesen Archiven interessante Aufzeichnungen vorhanden